Diese Studienreise führt Sie zur Wiege der abendländischen Kultur und zeigt Ihnen die historischen und archäologischen Höhepunkte des Nahen Ostens. Damaskus mit der großen Omajaden-Moschee, die Jahrtausende alte Karawanenstadt Aleppo, Palmyra – Perle der Wüste. In Jordanien sehen Sie das antike Römerstadt Gerasa, die moderne Hauptstadt Amman und die „rosarote“ Stadt Petra. Eine einmalige Destination, die ihres gleichen sucht.
Linienflug nach Amman, der Hauptstadt Jordaniens. Transfer zum Hotel, Check-in und Übernachtung.

Baden im Toten Meer
Sie kommen zum Toten Meer (Badegelegenheit). Anschließend erreichen Sie den Berg Nebo. Hier stieg Mose auf den Berg und Gott zeigte ihm „das ganze Land“, das den Nachkommen verheißen war. Sie haben einen wunderschönen Blick auf die Berge Judäas, das Tote Meer, den Jordangraben, die Oasenstadt Jericho und sehen bei klarer Sicht die Türme von Jerusalem. Nach einer kurzen Fahrt kommen Sie nach Madaba. Die Stadt ist berühmt wegen der hier gefundenen römischen und byzantinischen Mosaiken, wie z.B. die Palästinakarte . Das aus ca. 2,3 Millionen Steinchen zusammengesetzte Mosaik stellt eine Landkarte des byzantinischen Palästinas aus dem 6. Jh. dar. In der Mitte der Karte erkennt man Jerusalem. Weiter geht es über die landschaftlich eindrucksvolle, historische Königsstraße zum Wadi Musa/Petra.
Besichtigung von Petra, der „rosaroten Stadt“. Sie wurde von Nabatäern um die Zeitenwende im Schutz der Berge erbaut. Aus dem verkarsteten Kalkboden entspringt die Quelle Ain Musa, die Mosesquelle, die am Rande der Wüste günstige Bedingungen für Rast- und Wohnplätze schuf. Durch die Quelle und die Abgeschlossenheit des Tales nahm Petra Jahrhunderte lang eine wichtige Stellung im Vorderen Orient ein. Sie gehen oder reiten durch die Felsspalte des Siq, den unbezwingbaren Eingang, der sich zwischen hohen Felswänden windet und über Jahrhunderte alle feindlichen Angriffe abwehrte. Der erste Blick fällt auf die riesige, aus rosa Sandstein herausgearbeitete und reich geschmückte Fassade des sogenannten Schatzhauses des Pharao, des berühmtesten und besterhaltenen aller Denkmäler. Besuch einiger Felsengräber, wie Palast-, Soldaten- und Urnengrab – in römischer Zeit das Gerichtsgebäude, in byzantinischer Zeit Bischofssitz – und des römischen Theaters. Aufstieg zum Opferplatz oder zum Kloster „Ed Deir“, welches das größte und entlegenste Bauwerk Petras ist. Nach dem Besuch des Museums Wanderung zurück durch den Siq. Am Abend erreichen Sie wieder Amman zur Übernachtung.
Sie fahren nach Gerasa, die am besten erhaltene Stadtanlage des Vorderen Orients aus hellenistisch-römischer Zeit. Sie sehen u.a. die prunkvolle, lange Kolonnadenstraße, den Zeustempel, das Forum, das Nymphäum, den Artemistempel, die Theater und die Dreifachkirche, die den Hl. Cosmas und Damian sowie Johannes dem Täufer und dem Hl. Georg geweiht ist. Anschließend Fahrt zur syrisch-jordanischen Grenze und weiter nach Bosra, dessen Bauten aus schwarzem Basalt errichtet waren und teilweise noch sehr gut erhalten sind. Rundgang und Besuch des römischen Amphitheaters, welches in der Kreuzritterzeit in eine Festung umgebaut wurde. Danach geht es nach Damaskus. Hotelbezug für zwei Nächte.

Damaskus
Damaskus gehört zu den ältesten Städten der Welt. Für Mohammed war es „das Paradies auf Erden“. Vormittags Stadtbesichtigung. Zunächst geht es zum Suk Hamadiye, dem vielleicht schönsten orientalischen Bazar, überdacht und monumental. Am Ende der Bazarstraße steht die große Omajaden-Moschee, die sich an der Stelle des Jupiter-Tempels erhebt. Diese Moschee, eines der baulichen Weltwunder des Orients, besticht durch ihre gewaltigen Ausmaße und wertvollen Verzierungen. Danach geht es zum Grab Saladins, zur römischen Stadtmauer und zum Paulustor sowie zur unterirdischen Ananias-Kirche neben dem Haus des Ananias.
Heute fahren Sie in nördliche Richtung zum malerischen Felsendorf Maalula, mit terrassenförmig übereinander geschachtelten Gebäuden. Die Straße schlängelt sich durch einen engen Felsspalt, zwischen den in Felsen gehauenen Häusern, zum Kloster Mar Sarkis mit seiner byzantinischen Kuppel. Weiter zum Kloster Mar Tekla, dem ältesten christlichen Kloster der Welt. Die Einwohner des Dorfes sprechen heute noch westaramäisch, das zu Zeiten Christi die vorherrschende Sprache in Palästina war. Über Homs, dem antiken Emesa, erreichen Sie Krak des Chevaliers, die bedeutendste und besterhaltene Kreuzritterburg des Nahen Ostens. Majestätisch, die gesamte Umgebung vom Sattel eines 750 m hohen Hügels beherrschend, wirkt die Burg heute so uneinnehmbar wie zu Zeiten Saladins. Weiterfahrt über Tartus (romanische Kreuzfahrerkathedrale) zur Übernachtung nach Lattakia am Mittelmeer. Hier verbringen Sie zwei Nächte.
Der Tag steht zur freien Verfügung und kann zur Erholung, zum Baden oder für eigene Unternehmungen genutzt werden.
Fahrt nach Ugarit. Die Stadt wurde im 3. Jh. v. Chr. gegründet und erlebte um 1500 v. Chr. ihre Blütezeit. An diesem Ort wurden beschriftete Tontafeln gefunden, darunter solche mit der ersten alphabetischen Schrift. Anschließend geht es zu den Resten der hellenischen Gründung Apameia. Besichtigung der Säulenstraße und des kleinen Museums. Weiter nach Hama. Die zu beiden Seiten des Orontes gelegene Stadt ist wegen ihrer malerischen Wasserräder (Norias) bekannt, die das Flußwasser über Aquädukte auf die höher gelegenen Felder leiten. Danach erreichen Sie die Basilika von Qalb Lhose, die zu den schönsten Kirchenbauten der frühchristlichen Zeit gehört. Gegen Abend geht es weiter nach Aleppo. Ankunft im Hotel und Zimmerbezug für drei Nächte.

Berg Nebo
Ausführliche Stadtbesichtigung von Aleppo, der zweitgrößten Stadt Syriens und einer der historisch und kulturhistorisch wichtigsten des Nahen Ostens. Sie sehen die Zitadelle, die auch heute noch das Stadtbild beherrscht, die große Omajaden-Moschee und die Hallawiya-Medresse. Bummel durch den Bazar der mit seinen 12 km langen überdachten Ladenstraßen der größte Bazar des Orients ist. Geschäft an Geschäft, Werkstatt an Werkstatt, Karawansereien, Bäder, tausend Gerüche, Geschrei und Gefeilsche, Geschiebe und Gedränge, dazwischen Esel, die die Waren transportieren. Hier ist Arabien so arabisch wie vor 1001 Jahren. In Aleppo ist vieles seit Jahrhunderten lebendig geblieben.
Besuch der gewaltigen Reste des Simeonskloster (Qalaat Seman). Die Klosterkirche wurde Mitte des 5. Jh. um eine Säule herum gebaut, auf der der „Säulenheilige“ Simeon seine letzten Jahre verbracht haben soll. Nach der Besichtigung der Basilika und des Baptisteriums Besuch der Toten Städte, sowie der Siedlung Kirk Bizee mit Kirche und der Römerstraße El Danaa, geht es zurück nach Aleppo. Der Rest des Tages steht zur freien Verfügung.
Von Aleppo aus fahren Sie in südöstlicher Richtung, vorbei am Salzsee und kommen zum Assad-Staudamm, der die Wassermassen des Euphrat zum Assad-Stausee sammelt. Abstecher zur in der Wüste gelegenen byzantinischen Ruinenstadt Rusafa (Stadtmauer Justinians, Zisternen, Martyrium, Bischofsbasilika). Danach überqueren Sie den Euphrat und kommen in das Zweistromland Mesopotamien. Weiter geht es quer durch die syrische Wüste zur Großoase Palmyra, der arabischen Oase Tadmor. Die Oasenstadt ist einer der baulichen Glanzpunkte der spätrömischen Epoche im Nahen Osten und wurde durch die Königin Zenobia im 3. Jh. zu einer der prunkvollsten Städte der damals bekannten Welt ausgebaut.
Eingehende Besichtigung der Oasenstadt mit Säulenstraße, Markt- und Tempelbezirk, Baal-Tempel, Totenstadt mit Grabtürmen und unterirdischen Familiengräbern, arabischem Kastell u.v.m. Nach dem Besuch des kleinen Museums mit sehr interessanten Exponaten geht es weiter über die Wüstenstraße nach Damaskus. Hier besuchen Sie noch das Nationalmuseum, das unschätzbare Stücke verschiedener Epochen besitzt, u.a. aus assyrischer Zeit und die ugaritischen Funde. Sie sehen auch die wiederaufgebaute Palastfassade des Omajaden-Wüstenschlosses von Qasr El-Heiral-Gharbi und die Synagoge von Dora Europos.
Transfer zum Flughafen und Rückflug nach Deutschland.